Matinée am Sonntag



am 4. März mit Melchior Lengsfeld
      „Internationale Entwicklungshilfe - Sisyphusarbeit oder eine echte Veränderung?"

Auf Einladung von „Wir teilen – Fastenopfer Liechtenstein“ wird Melchior Lengsfeld, Geschäftsleiter von „Helvetas Swiss Intercooperation“, auf einige der brennendsten Fragen der modernen Entwicklungszusammen-arbeit eingehen.
Dieser wird immer wieder vorgeworfen, sie hätte zu wenig erreicht, das Geld sei schlecht investiert und es seien kaum positive Resultate erzielt worden. Dies oftmals mit dem Verweis, dass die meisten afrikanischen Länder immer noch arm und die vielen Millionen an Hilfsgeldern irgendwo versickert seien.                                                  
Was meinen wir genau, wenn wir von «Entwicklung» oder gar «nachhal- tiger Entwicklung» sprechen? Nützt Entwicklungszusammenarbeit überhaupt und wenn ja, wem? Welche Partnerschaften sind wirklich effizient und effektiv und wie bauen wir diese auf?

 
am 6. Mai mit P. Vinzenz Wohlwend, Prior der Zisterzienser Abtei Mehrerau
       „Was ist heute am Glauben noch zeitgemäss?"  
                                  

Im Religionsunterricht, bei der Feier von Sakramenten mit Kindern und Jugendlichen, merkt man rasch, dass Glauben leben heute eine richtige Herausforderung ist. Woran liegt das?  Ist Glauben heute selbst nicht mehr zeitgemäß?
Ich glaube nicht. Kinder und Jugendliche stellen nach wie vor Fragen nach ihrem „Woher“ und nach dem „Wohin“. Auch sie wollen wissen, wer sie sind und was sie ausmacht. Sie wollen nach wie vor ihr Leben entdecken, Liebe und Geborgenheit erfahren. Sie hoffen auf Versöhnung und brauchen Rituale in ihrem Alltag und in ihren Lebensumbrüchen, das gibt ihnen Halt und Bodenhaftung und das Vertrauen, nicht allein zu sein.
Bei der Taufe erklären die Eltern sich bereit, ihre Kinder im Glauben zu erziehen. Fängt nicht genau hier schon die Herausforderung an?
Im Religionsunterricht vermitteln die Religionslehrer unter anderem die Lehre und Inhalte der Kirche. Dabei wird die eigene Glaubenserfahrung unweigerlich mit einfließen, und das soll auch so sein. Das aber kann immer wieder zum Dilemma führen, da die eigene Glaubenserfahrung und die Lehre auseinander gehen können. Ihnen geht es oft nicht besser als den Eltern.
Nähern wir uns gemeinsam diesem Thema an. Lösungen können wir keine bieten, vielleicht wächst aber der Mut in uns, den Kindern Mut zu geben, das Senfkorn des Glaubens in sich entdecken zu können. Jesus meint ja, das würde ausreichen, Berge versetzen zu können. Da wir das noch nicht können, ist unser Glauben lernen, auch immer ein Ringen, Gott zu vertrauen.


am 2. September mit Nelly Schenker zusammen mit Mitarbeitern der ATD Vierte Welt
      "Wege aus der Armut - Buchlesung mit Dialog"

Nelly Schenker, langjähriges Aktivmitglied der Bewegung ATD Vierte Welt war 5 Jahre lang im Leitungsteam Schweiz. Sie hat im Oktober 2014 ihre Lebensgeschichte veröffentlicht. Sie berichtet in ihrem Buch mit dem Titel "Es langs, langs Warteli für es goldigs Nüteli" über ihr Leben, das verwurzelt ist in tiefstem Elend in der Schweiz, von ihren Kämpfen und ihrem Einsatz für die Freiheit. Ihre erlebte Ungerechtigkeit, aber auch ihr langer Aufbruch in ein neues Leben hinein, berühren die Zuhörer.
 
 
am 4. November mit Caritas Seelsorger Pfr. Elmar Simma
      „Der Weg des Serbens und der Trauer"

„Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Andern muss man leben!“ (M. Kaleko)
Das Sterben eines lieben, uns nahe stehenden Menschen berührt uns sehr. Die Trauer ist der Wundschmerz der Seele. Wir sind dann dünnhäutig und verletzlich.
Die Trauer ist ein oft mühsamer Weg.
Wir wollen bei dieser Matinée überlegen, wie wir selbst mit der Trauer, den Belastungen und dunklen Gefühlen leben können, und ebenso, wie wir Trauernde hilfreich begleiten können.

 
Ort: Café und Vortrag im Haus Maria De Mattias, Gottesdienst in der Klosterkapelle
Zeit: Sonntag 4. März, 6. Mai, 2. September, 4. November ist jeweils ab 09.00 Uhr das Café geöffnet
09.30 – 10.45 Uhr Vortrag und Austausch
11.00 – 12.00 Uhr Gottesdienst
Kosten: Vortrag – freier Eintritt, nur für Kaffee und Gipfel wird ein freiwilliger Beitrag erbeten.  Anmeldung nicht erforderlich!



 

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