Wir sind eine internationale katholische Frauen-gemeinschaft (gegründet 1834), die seit 1971 mit „Laien“, wir nennen sie „angeschlossene Mitglieder“, unterwegs ist. In der heutigen Zeit sind Frauen und Männer immer mehr die Partnerinnen und Partner von Ordensleuten. Die Zusammenarbeit ist notwendig und bereichernd. So auch bei uns Schwestern „Anbeterinnen des Blutes Christi“ (ASC). Die ASC Schwestern der deutschsprachigen Region teilen seit 1984 ihr Charisma und ihre Sendung mit einer ökumenischen Gruppe von Frauen und Männern jeden Alters und Standes. Für sie gibt es gemeinsame Richtlinien, die Wege vorschlagen, um die Identität des Christseins zu entfalten und im „Geist der Blut-Christi-Spiritualität ein frohes Zeugnis für das Evangelium zu geben“.

   Daten der Treffen in den Zentren im 2012:

 Samstag, 21. April   (9.30-16.00 Uhr)  Schaan, FL

 Donnerstag, 03. Mai  (14.30-16.30 Uhr)  Steinerberg, CH

 Samstag, 12. Mai    (14.00-16.00 Uhr)    Röthenbach, D

 Mittwoch, 23. Mai   (14.00-16.00 Uhr)   Rankweil, A

 Donnerstag, 14. Juni (14.00-16.00 Uhr)  Duggingen, CH

Alle 5 Jahre findet eine gemeinsame Wallfahrt der

ASC-Bundesfamilie (Schwestern, Angeschlossene,

Gruppe junger Erwachsener) nach Steinerberg statt.

  Im Jahr 2012 ist es am Samstag, den 8. September!

Das Jahrestreffen der ASC-A Verantwortlichen findet am Samstag, den 6. Oktober von 9.30 bis -16.00 Uhr in Schaan statt.

 

   

    

     

    Kontakt

      Wenn Du mit diesen Menschen oder mit den jungen Erwachsenen

      unterwegs sein möchtest, melde dich bei Sr. Marija Pranjic, ASC

      Tel: 00423/239 64 44

      Kloster St. Elisabeth

      FL - 9494  Schaan     

            

 

 Gruppe der jungen Erwachsenen - "roter Faden" (roFa)

ist eine ökumenische Gruppe junger erwachsener Christinnen und Christen (ab 18 Jahre). Mit den

Schwestern und den angeschlossenen Mitgliedern der Region Schaan in Liechtenstein, bilden sie im

deutschsprachigen Raum ein Netzwerk. In dieser Gemeinschaft und im Kloster St. Elisabeth schöpfen

die Mitglieder der Gruppe Kraft, Entspannung und neue Impulse für ihr berufliches und persönliches

Leben. Im unvoreingenommenen Austausch über Glaubens- und Lebensfragen finden sie Mut zum

Weitergehen und entdecken, dass ein freier Glaube das Leben glücklich macht.

   

    

 

  Die Gruppe der jungen Erwachsenen nennt sich

              "roter Faden" (roFa).  

  Im Leben eines jeden Menschen gibt es einen roten Faden.

  Rot ist die Farbe der Liebe, des Blutes und des Lebens.

  Die Mitglieder verbinden diese Farbe mit der

  Spiritualität der ASC-Schwestern.

  So ist für sie der rote Faden, ein Zeichen der 

  Verbundenheit.

 

 

   Ein kleines   

   Leitungsteam

   (v.r.) Sabrina,

   Angelika und Sr. Marija,

   begleitet diese Gruppe.

 

 

  

          

  Das letzte Treffen fand im Oktober 2011 statt und hatte das Thema "Zugvögel".   Mehr...

  Die Gruppe zählt inzwischen 42 Mitglieder aus dem ganzen deutschsprachigen Raum (inkl. Südtirol) und

  ist sich bewusst: Vernetzung und gemeinsame Spiritualität schaffen Verbundenheit untereinander.

  Die Treffen im Jahr 2012 finden von 11. bis 13. Mai und von  28. bis 30. September statt.     

   Interesse? Fragen?   Flyer hier    Kontakt: siehe oben.     

 

Spirituelle Ferienwoche

 

Unter dem Motto „Die vier Elemente des Lebens“ reiste eine Gruppe Angeschlossener und junger Erwachsener

(roFa) gemeinsam mit den ASC-Schwestern des Klosters St. Elisabeth in Schaan im September 2011 zu einer

spirituellen Ferienwoche nach Kroatien.

Endlich war es soweit!  Ein fröhlicher Reisebus, besetzt mit insgesamt 40 Personen zwischen 7 Monaten und 70

Jahren, fuhr von Liechtenstein nach Novigrad, Kroatien. Schon die Busfahrt war ein Erlebnis ganz besonderer

Art. Nach dem Reisesegen wurde ausgelassen erzählt, gesungen und gelacht oder in stiller Vorfreude die

malerische Landschaft, die an uns vorbeizog, betrachtet.

 

Gegen Abend erreichten wir unser Reiseziel. Novigrad ist ein hübsches Örtchen im Nordwesten Istriens, das uns

mit seinem pituresken Charme und der Nähe zum Meer bereits bei unserer Ankunft in seinen Bann zog. Auch in

unserer Pension Emaus, einem gastfreundlichen Ferienhaus der Diözese, fühlten wir uns sehr wohl. In dem frisch

renovierten Haus ist eine kleine Kapelle eingerichtet worden, die wir als Raum für gemeinsame Gebetszeiten und

spirituelle Impulse wunderbar nutzen konnten.

   

 

Glauben lebt von der Gemeinschaft

Angeleitet von den ASC-r Schwestern beschäftigten wir uns während der Woche intensiv mit

den vier Elementen: Erde, Feuer, Wasser, Luft. Bildbetrachtungen sowie meditative und spirituelle Impulse als

Anregung für die Gestaltung des Tages fanden hierbei ebenfalls Eingang in die gemeinsame religiöse Praxis wie

die musikalischen Elemente Tanz, Gesang und Musik. In diesem Zusammenhang entstand eines Morgens auch das

Gedicht „Segen der vier Elemente“ (s. unten)

Tagsüber gab es eine Vielfalt an Möglichkeiten, sich zu beschäftigen: Stadtbummel, ausgedehnte Spaziergange

und Radtouren entlang der Küste, Schwimmen im 26 Grad warmen Wasser, der Genuss der Hängematte im

schattigen Garten der Pension…

   

An einem Tag unternahmen wir gemeinsam eine Schifffahrt, die uns u. a. nach Poreč, der Stadt der Mosaiken,

führte. Besonders fasziniert waren wir von der Basilika St. Euphrasius, die seit einiger Zeit zum Weltkulturerbe

der UNESCO zählt. Hier konnten wir einige der kunstvollen Mosaiken bewundern, die aus dem 6. Jahrhundert

stammten. Auch die Überreste und die uralten Bodenmosaiken der ersten Kirche aus dem Jahr 313 waren noch

sichtbar und versetzten jeden Besucher ins Staunen. Unsere Schifffahrt führte zudem in die Lim-Bucht, ein

naturbelassenes Meeresreservat, welches mit seinem 13 km langen, ins Landesinnere ragenden Fjord, stark

beeindruckte. Abends genossen wir stets unser Beisammensein. Wir reflektierten den Tag, tauschten uns aus

über unsere Erlebnisse und dankten Gott in einem geistlichen Tagesabschluss für die geschenkte Zeit.

Zweimal fand abends auch eine Eucharistiefeier statt, die von einem kroatischen Priester geleitet und von der

Gruppe mitgestaltet wurde.

 

 

Was wir von der spirituellen Woche mitnehmen?

Den Gewinn unserer Reise in nur wenigen Worten zu umschreiben, dürfte allen Reisenden wohl sehr schwer

fallen. Am ehesten lässt es sich wohl in unseren 4 Elementen ausdrücken, die uns als Segen im Alltag weiterhin

begleiten werden:

Der Segen des Wassers mit der Leichtigkeit und der Weite des tiefblauen Meeres;

der Segen der Erde als tiefe Wurzel und Kraft im Alltag;

der Segen des Feuers, welcher uns die begeisternde Erfahrung von Gemeinschaft im Glauben,

von der Einheit in der Vielfalt ermöglicht;

und schließlich der Segen der Luft, der in uns allen

die Sehnsucht als Zeichen einer gemeinsamen

Suche nach Gott weiter vorantreibt.

 

Am Schluss stand bei allen ein Wunsch da: Kroatien, wir kommen wieder!

Segen der vier Elemente

Der Segen des Meeres sei mit dir.

Es lehre dich seine Weite.

Es trage dich sanft durch dein Leben,

damit du empfangen und schenken kannst, was dein Herz bewegt.

Wie die Wellen kommen und gehen,

so darfst du dich hingegeben an das Leben selbst.

Hab keine Angst dich zu verlieren,

denn jeder Tropfen erzählt vom Meer

und ist darin für immer geborgen.

 

Der Segen des Windes sei mit dir.

Er ströme mit seiner ganzen Fülle und Zartheit

in dich und all deine Beziehungen hinein.

Er heile alle Verwundungen,

er stärke deinen Geist und mache lebendig,

was verhärtet war.

Er erhebe deine Seele zu Gott, damit du,

getragen von den singenden Lüften des Himmels,

voll Glück deine neue Lebensmelodie finden und

ihrem Klang folgen darfst.

 

Der Segen des Feuers sei mit dir.

Es wandle dich mit all seiner Kraft,

damit jeder Funke zur Flamme wird,

lodernd und hell wie eine Fackel in der Nacht,

wie ein Leuchtturm, der in der Dunkelheit des Lebens

den Weg ans rettende Ufer weist.

Möge dir der Segen des Feuers Tatkraft und Mut verleihen,

für Gott und deinen Nächsten voll Freude zu brennen.

 

Der Segen der Erde sei mit dir.

Sie segne dich mit der Quelle des Lebens und der Nahrung des Geistes.

Sie schenke dir tiefe Wurzeln und festen Halt.

Sie bewahre dich in ihrem Frieden, damit du wachsen und reifen kannst.

Wie ein kräftiger Baum strebst du in den Himmel empor und verbindest Himmel und Erde.

Möge dein Leben frische Blätter und Blüten tragen damit es zum Segen wird

und reiche Früchte trägt für die Welt.

 

So segne dich der liebende, zärtliche, tragende Gott

mit der Kraft des Meeres, des Windes, des Feuers und der Erde. Amen.

 

 

Julia Hepperle, Mitglied der roFa Gruppe

 

 

Zugvögel

 

Vom 28. bis zum 30. Oktober 2011 traf sich die Gruppe junger Erwachsener (roFa) erneut im Kloster

St. Elisabeth. Die Wiedersehensfreude war groß. Wie lang vermisste Freunde fanden sich die

Wochenendgenießer in der mit Herbstlicht durchfluteten klösterlichen Lebenswelt ein. Es war für alle

wie ein lebendiges Aufatmen inmitten des Alltagstrubels, ein kurzes und bewusstes Aussteigen aus der

Zeit mit all ihren Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten.

    

Motto des Wochenendes war das Thema „Zugvögel“. In Gesprächen, ausgedehnten Spaziergängen und

Übungen zur bewussten Sinneswahrnehmung versuchte ein jeder auf seine Weise jener inneren Stimme

nachzuspüren, die mitten ins Herz spricht, sobald darin Ruhe einkehren darf. Auch der faszinierende

Film über Zugvögel „Nomaden der Lüfte“ berührte die Gruppe sehr. Die großartigen Aufnahmen der

Landschaften aus der Perspektive der Vögel versetzten den Betrachter in die Haltung einer stillen und

freudigen Aufmerksamkeit für die Gegenwart. Das anschließende Impulsreferat von Sr. Marija übertrug

die Eigenschaften der Zugvögel auf die menschliche Ebene. Marija zeigte auf, dass unser Leben gleich

demjenigen der Zugvögel einem geheimnisvollen inneren Kompass folgt, der uns den Weg weist und das

Ziel bereits kennt. Aus dem Glauben heraus dürfen wir darauf vertrauen, dass das Ziel dieser Reise unser

Zuhause ist - der Himmel, Gott, jene Welt, die unsere Seele schon kennt, weil sie bereits in ihrem Inneren

wohnt und teil unseres Lebens auf Erden ist. Und doch braucht es jede Menge Mut zu diesem Weg. Den

Mut zum Wagnis, den Mut, Fragen zu stellen, den  Mut, aufrechten Schrittes den Weg bis in letzter

Konsequenz zu Ende zu gehen, die Zeichen der Zeit wahrzunehmen, bewusst zu leben und wachsam der

inneren Stimme zu folgen.

    

An dieser Stelle möchte ich im Namen der roFas dem Kloster und all seinen Schwestern ein Dankeschön

sagen, dafür, dass es uns allen mit seinen offenen Pforten und der Weite des Geistes Heimat bietet, dafür,

dass es uns ermöglicht, uns von der manchmal doch recht anstrengenden Lebensreise zu erholen, neu zu

orientieren und als Gemeinschaft im Glauben wahrzunehmen, dafür, dass es ihm gelingt, unser inneres Ohr

neu zu schulen und darauf zu vertrauen….

 

 

Mein Herz, wohin ziehst du?

In die Ferne der Welt.

Wie ein Zugvogel steigst du mit dem Wind

in den Himmel hinauf und

fliegst in die verborgensten Winkel der Seele der Welt.

Mein Herz, wohin ziehst du?

Heim.

Heimwärts.

Dorthin, woher ich einst kam vor langer Zeit.

Der Wind erzählt mir davon in seinem Lied.

Die Sterne, der Mond weisen mir gleich einem Kompass den Weg.

Heim zieht es mich.

Heimwärts.

Der Sonne entgegen.

 

Julia Hepperle, Mitglied der roFa-Gruppe