Wir weihen uns Gott durch unsere Gelübde.

Wir schöpfen die Kraft aus dem offenen Dasein im Gebet.

Wir leben in Gemeinschaft

und lassen uns durch sie bereichern und herausfordern.

Wir geben allen weiter, was wir selber empfangen haben.

 

Wir heutigen "Anbeterinnen des Blutes Christi" folgen den Spuren von zwei mutigen Frauen: Maria De Mattias

(Italien) und Maria Theresia Weber (Schweiz).

Beide waren tief beeindruckt von der Liebe Gottes. Sie machte sie bereit, sich feinfühlig und freundlich, kühn

und vorbehaltlos hinzugeben, ohne Zeit und Kraft zu sparen. Aus der Kontemplation des Gekreuzigten erwuchs

ihre Liebe zu allen Menschen, besonders zu denen am Rande der Gesellschaft.

Hl. Maria De Mattias (1805-1866)
Im Alter von 29 Jahren folgte sie der
Einladung des Bischofs, in

Acuto, einem kleinen Dorf unweit Rom, als Lehrerin zu wirken.

Sie war entschlossen, dort eine Ordensgemeinschaft unter dem

Titel"Anbeterinnen des Blutes Christizu gründen.

Voll Hoffnung sagte sie damals: „Diese Kongregation ist ganz

Gottes Werk. Er wird für sie sorgen und sie zum Ziele führen".

Diese Sorge Gottes und sein Mit-uns-sein durften die Schwestern

in ihrer Geschichte erfahren und tragen in Dankbarkeit dieses

Erbe weiter.

Maria De Mattias wurde am 18. Mai 2003 heilig gesprochen.

Maria Theresia Weber (1822-1848)

war eine von den jungen Frauen aus dem Badischen,

die einen tieferen Sinn für ihr Leben suchten und

ganz Gott gehören wollten durch die Verehrung des

Blutes seines Sohnes. Wegen des Kulturkampfes

konnten sie das nicht in Deutschland verwirklichen

und gingen deshalb in die Schweiz, nach

Steinerberg, Kanton Schwyz.

1847 schlossen sie sich den Anbeterinnen in

Italien an. Nach kurzem, segensreichen Wirken

und raschem Wachstum vertrieb sie der

Kulturkampf noch einmal. Die meisten

Schwestern wanderten in die USA aus, wenige

nach Bosnien.

Kaum 26-jährig starb M. Theresia Weber 1848

und wurde von allen, die sie kannten, als Heilige

angesehen.

 

       

   

 Es war einmal ein Fluss...

Als muntere Quelle wurde er geboren. Unbeschwert tanzten seine Wasser den Berg hinab

und wunderten sich nicht darüber, dass sie immer mehr wurden. Es war einfach schön, in

der Gemeinschaft zu tanzen und lustig über Steine und Schwierigkeiten hinweg zu hüpfen.

„Wohin geht die Reise?“ fragte die Wasseramsel, als schon ein kleiner Bach aus dem Wasser

geworden war, dem sich nichts mehr entgegen stellen konnte.

"Zum Ozean. Dort liegt meine Erfüllung. Jeder meiner Tropfen wird zum Meer und das

Meer wird zu meinen Tropfen. Dort bin ich alles in allem.“

Inzwischen war der junge Fluss in der Ebene angekommen. In seinem Bett spiegelten sich

der Mond und die Sonne. Vor allem aber die Wolken. Sie sahen aus wie weiße Schiffe, die

sich von seinem Wasser treiben ließen. Der Fluss wollte mit den Wolken spielen. Doch sie

ließen sich nicht einfangen und er ärgerte sich, weil er nicht alles erreichen konnte, was er

sich wünschte. An manchen Tagen entzog sich ihm die Sonne, dann schien alles so grau und

so hoffnungslos.

Doch eines Nachts hielt der Mond, er war zu seiner vollen Größe angewachsen, mit ihm

Zwiesprache. Inzwischen war der Fluss breit und behäbig geworden. Er hatte sein großes

Ziel aus den Augen verloren und dachte nicht mehr ans Meer. Schließlich hatte er genug an

Lasten zu tragen, die ihm die Menschen aufgeladen hatten. Sein Wasser war darüber trüb

geworden, so wie seine Gedanken.

„Es ist Zeit, auf deine innere Stimme zu hören“, sagte der Mond.

„Du darfst nie dein Ziel aus den Augen lassen. Achte darauf, was wirklich wichtig ist in

deinem Leben.“

Am nächsten Morgen sah der Fluss den Himmel mit ganz anderen Augen an. Das strahlende

Blau zeigte ihm, dass der unermessliche Himmel seit seiner Geburt als Quelle in seinem

Herzen war. Wie konnte er darauf vergessen?

Auf einmal fiel alles Trübe und Dunkle, Schwermütige von ihm ab. Die Lasten, die er trug,

wurden ganz leicht, so leicht, wie es ihm ums Herz war. Er sah seine Aufgabe, den Dienst,

und er sah das große Ziel, die Vereinigung mit dem Ozean, wenn er alles erfüllt hatte, was

seine Aufgabe gewesen war.

Das erfüllte ihn mit einer großen Leichtigkeit, die er nur ganz am Anfang seines Seins

gespürt hatte. Er dachte nicht mehr an morgen. Nur noch an heute. Und er war dankbar.

                             Pfr. Roland Breitenbach, Schweinfurt

                             März  2011 – zum Geburtstag (4. März 1834) der ASC-Kongregation

 

 
 

Schwestern „Anbeterinnen des Blutes Christi“ ist eine internationale und multikulturelle

Gemeinschaft, gegründet 1834 in Acuto - einem kleinen Bergdorf südöstlich von Rom. Die

Gründerin hat mit der Schule begonnen. In den Bergdörfern hatten damals besonders die

Mädchen keine Gelegenheit zur Schule zu gehen.

Die Lehrerin erzählte so begeistert von Jesus, dass sich schnell Scharen von Mädchen und

Frauen und bald auch Burschen und Männern um sie sammelten und ihr stundenlang zuhörten.

Sie, die selber nicht lesen und schreiben gelernt hatte, predigte auch Priestern und schrieb

einige tausend Briefe, von denen noch viele erhalten sind.

In den Anfängen wuchs die Zahl der italienischen Anbeterinnen rasch. Sie wurden einflussreich in der Bildung

und Erziehung der Jugend. In abgelegenen Dörfern gründeten sie Volksschulen, in grösseren Zentren weiterführende

Schulen, vor allem für Mädchen. Heute leben in Italien an die 700 Schwestern in einer Region. Ihre Zentralhäusern sind in

Acuto, Bari, Florenz und Rom, wo auch das Generalhaus ist. Nach dem Konzil haben sie Missionen mit Ausbildungszentren

für einheimische Berufungen eröffnet in Argentinien, Bolivien, Indien, Guinea Bissau, Tanzania und nach 1990 auf den

Philippinen und in Albanien.

Elf Jahre nach der Gründung in Italien entstand in der Zentralschweiz eine Gemeinschaft, die auch das Blut Christi

verehrte. Es waren badische Frauen, die wegen des Kulturkampfes nicht in Deutschland leben konnten. Um einer

Vertreibung auch aus der Schweiz zu entgehen, schlossen sie sich der jungen Gemeinschaft in Italien an. Es kam dann

trotzdem zur Vertreibung aus der Schweiz. Wie bei vielen anderen Gemeinschaften benützte die Vorsehung diese

schwierigen Zeiten, um die Kongregation in der weiten Welt Fuss fassen zu lassen. Dieses vertriebene Häufchen war

nämlich die Wurzel der späteren Regionen in Liechtenstein, Kroatien, Polen, USA, Indien und Brasilien. Heute sind wir

fast 2000 Schwestern in 26 Staaten und auf allen sechs Kontinenten tätig.

Wenn du noch mehr über unsere weltweite Gemeinschaft wissen willst, dann suche unter: www.asc.pcn.net.

 
       
 

Das Spezifische der Kostbar Blut Spiritualität lässt sich vielleicht in dem Satz zusammenfassen:

die erlösende Liebe Christi allen Menschen erfahrbar machen.

Schwerpunkte, die wir in den vergangenen Jahren gesetzt haben sind etwa: Versöhnung, Solidarität, Würde des

Menschen, Frauen der Kirche, Hoffnung...

Uns beschäftigt immer wieder die gleiche Frage: wie kann Gottes erlösendes, befreiendes und heilendes Wirken

in der Welt und der Kultur von heute spürbar und erlebbar werden?
         

Herz mit Kreuz und Kette

ist Symbol unserer

Zugehörigkeit zur

Kongregation.

 
 

Der sehr weit gefasste Rahmen der Spiritualität ermöglicht uns auch sehr vielfältige Dienste. Wir sind im

Bereich der Verkündigung tätig, in der Pastoral, Exerzitien und geistliche Begleitung, im Schuldienst, aber

auch im Dienst der Kranken, Betagten, Behinderten und in andern sozialen Bereichen.

Dabei begegnen wir auch Schwierigkeiten, Konflikten, ja grossen Gefahren, wo manche sogar das eigene Leben

aufs Spiel setzen.

Das beweist die Geschichte unserer fünf Schwestern, die im Oktober 1992 umgebracht wurden. Eine von ihnen

schrieb kurz vor ihrem Tod „Wir beten, dass wir immer Frauen sein können, die Gott gehören;

                               Frauen, die lachen, singen, tanzen;

   Frauen, die weniger daran denken, was wir schon  gegeben haben, sondern eher, was  uns geschenkt  wurde…

                     Frauen, die sich  mühen, so menschlich zu werden, wie Jesus es war…“.

 
 

Reorganisationsprozess der Kongregation

Der letzte Generaltag im Jahr 2011 hat den Einsatz für die Reorganisation der Kongregation bestätigt.

So ist unsere Kongregation neu in Kontinentale Zonen, Regionen, Gründungen und Missionen eingeteilt. 

     

 Kontinentale Zonen

  Regionen

  Gründungen

  Missionen

 AFRIKA

 Tansania

 Guinea Bissau

 Mosambik

 ASIEN

 Indien

 Korea

 Philippinen

 

 EUROPA

 Italien

 Polen 

 Liechtenstein

 Kroatien

 Spanien

 Albanien

 Sibirien

 Australien

 Weissrussland

 AMERIKA

 Brasilien

 USA

 Argentinien

 Bolivien

 Peru

 Guatemala

 

Jede kontinentale Zone fördert die Zusammenarbeit der Schwestern innerhalb der Zone.

Diese neue Reorganisation ermutigt uns, den Prozess als konketen Schritt zu leben, um die

Beziehungen unter uns zu festigen und die spirituellen, personellen und materiellen Ressourcen

miteinander zu teilen.

   

 

 Deutschsprachige Region

 

Im Jahre 1908 kamen die Schwestern von Bosnien nach Vorarlberg zurück und gründeten später die deutschsprachige

Region, die heute ihren Sitz in Schaan, Fürstentum Liechtenstein, hat. Die Region zählt 43 Schwestern.

    

Einige unserer Gemeinschaften sind „Europa im kleinen“, da wir aus sechs Nationen (A, CH, D, FL, Kroatien und

Slowenien) stammen, alle aber Deutsch sprechen. Mit unseren vielfältigen Diensten versuchen wir, auf die Not

der Menschen zu antworten ihrer göttlichen Würde entsprechend. Uns ist bewusst, dass in jedem Menschen

die Sehnsucht nach Gott pulsiert.

Auf diesem Hintergrund entstand auch unser Leitsatz, an dem sich unser Leben und unser Dienst orientieren:

    

      frei geworden durch Christi Blut, ganz  Menschen unserer Zeit, versuchen wir,

            uns als frohe Gemeinschaft in Gott zu verankern,

                  um dienend die Mitmenschen

                           die frohmachende Liebe Christi erleben zu lassen.

         

In unseren Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum, sowie in Sibirien, versuchen wir Orte zu schaffen,

wo Schenken und Empfangen, Geben und Nehmen möglich sind, wo wir mit dem Leben wieder neu und versöhnt

ins Gleichgewicht kommen und unsere Verschiedenheiten in Freude und Einfachheit ins Leben integrieren.

Uns ist bewusst: Hoffnung braucht neue Wege. Durch Visionen, die wir uns schenken lassen, lernen wir aus der Vergangenheit das Heute zu

leben und die Zukunft immer wieder neu zu gestalten.

Die Spiritualität des Blutes Christi ist eine Spiritualität der Liebe, der Versöhnung, der Erlösung und des Erlöstseins.

Sie fordert uns heraus in die Tiefe zu wachsen, auf die inneren Impulse zu hören, auf

die Zeichen der Zeit zu achten, sie zu reflektieren und miteinander neue Antworten zu finden – in versöhnter Vielfalt.

 

 

VIVAT - Region Schaan

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Das Gute geschieht, wenn wir es tun!

VIVAT heisst „Lasst leben“! Dies drückt den tiefen Wunsch nach Leben aus für alles,

was existiert und schliesst die Verpflichtung ein, sich bewusst für jene einzusetzen,

die verwundbar oder schutzlos sind, ausgeliefert den Mächten des „globalen Dorfes“

                                         der jetzigen Zeit.

 

Was können wir tun – gemeinsam oder jeder einzelne von uns?

  • Wir machen unser Umfeld - ob privat, beruflich oder politisch - mutig auf ungerechte und menschenunwürdige

           Situationen in der Welt aufmerksam.

  • Wir leihen unsere Stimme Menschen in Not, die oft um Hilfe schreien, aber ihre Stimme, ihre Not wird nicht gehört.
  • Wir helfen als verlängerter Arm, wo andere bereits für die Wahrung der Menschenrechte arbeiten.

Dadurch weiten wir unser Denken aus und verändern unser Handeln. Es bilden sich Kreise, wie wenn man einen Stein ins

Wasser wirft, getragen vom Gebet, das unser Handeln für eine menschenwürdigere Welt noch stärkt.

Die Aktionen würdigen die Menschenrechte

Die Schwerpunkte der Aktionen sind die Überwindung der Armut, die Stellung der Frau (im speziellen der Einsatz

gegen den  Frauen- und Kinderhandel), eine Kultur des Friedens und die Bewahrung der Schöpfung.

VIVAT macht uns immer wieder aufmerksam auf Geschehnisse, an denen wir nicht vorbeischauen dürfen. Durch die

internationale Vernetzung hat VIVAT Fachpersonen vor Ort und kann die konkreten Tatsachen aufzeigen.

Von Fall zu Fall lädt VIVAT auch zu Aktionen ein, an welchen verantwortungsbewusste Personen mittels Petition auf

Missstände hinweisen.

Als NGO bei der UNO kann VIVAT in Gremien mitreden und sich bei Ungerechtigkeiten, die die Rechte und Würde

der Menschen verletzen, direkt einsetzen.

Oft kann etwas nur geschehen, wenn auch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. VIVAT wählt Projekte aus, die

einen Beitrag zu einer Welt mit Zukunft leisten. Die Schwestern ASC sorgen zusammen mit anderen

Ordensgemeinschaften weltweit für einen Dialog und für eine seriöse Verwendung von Spenden.

 

Einladung

VIVAT gegründet im Millenniumsjahr 2000, ist eine bei der UNO akkreditierte internationale Nicht-Regierungs-

Organisation und wird von 9 Ordensgemeinschaften, darunter den Steyler Missionaren als Gründer und der ASC

Kongregation getragen.

Wir laden daher gerne Männer und Frauen jeden Alters ein, am Werk und den Ideen von VIVAT mitzudenken

und mitzuwirken.

Flyer mit Kontaktadressen sind im Kloster St. Elisabeth in Schaan, FL erhältlich.

 

 

 

  

  Vielleicht bist du gemeint?

     Bist du bereit, dich auf Jesus Christus einzulassen. 

          

        Drängt es dich von innen her, den Sprung zu wagen?

            

          Spürst du eine anregende innere Unruhe,

                  wenn Gott dich in deinem Leben anrührt?                                         
      Suchst du nach Perspektiven und Inhalten,

               für die es sich lohnt zu leben und zu arbeiten?

           
        
              … dann könntest du gemeint sein!

Wir sind gern bereit, dich auf der Suche nach Antworten zu begleiten.

In einigen unserer Gemeinschaften  besteht die Möglichkeit zu Leb-mit-uns-Tagen.

Du kannst dort diesen Fragen in aller Ruhe nachgehen, dich erholen, unsere

Gemeinschaft und unser Alltagsleben kennen lernen, mit uns beten, Eucharistie

feiern, austauschen, arbeiten, essen, gemeinsame frohe Stunden geniessen...

 

           Kontaktadressen:

Sr. Elisabeth Müller
Kloster St. Elisabeth
FL – 9494 Schaan
Tel. (00423) 239 64 44

Sr. Johanna Rubin
St. Annaheim
CH-6416 Steinerberg

Tel. (0041) 041 833 84 84

     
Sr. Bärbl Aichele
Dorfstrasse 29
CH-9313 Muolen
Tel. (0041)071 411 67 78
  Sr. Verena Bürki
Medlinger Str. 6
DE – 89423 Gundelfingen
Tel. (0049) 0907 373 01

Weitere Informationen zu "Kloster auf Zeit": http://www.kath.ch/kloster_auf_zeit